Pilotstrecke Bruck a.d.M. – Graz Hbf

gewerke-übergreifendes Life-Cycle Modell

Die ÖBB Strecke Bruck/Mur - Graz stellt ein Nadelöhr der künftig ausgebauten Verbindung Wien-Klagenfurt dar (Zielnetz 2025+). Um den technischen Zustand der Strecke inklusive aller darin befindlichen Anlagen unter dem Gesichtspunkt einer definierten, hohen Verfügbarkeit auf ein nachhaltiges Niveau zu heben, wurde durch FCP ein gewerke-übergreifendes Life-Cycle Modell entwickelt, in dem sämtliche Instandsetzungs- und Reinvestitionsmaßnahmen der Gewerke Konstruktiver Ingenieurbau, Unterbau, Elektrotechnik, Oberbau und Leit- und Sicherungstechnik in einer optimierten Erhaltungs- und Maßnahmenplanung gebündelt wurden.

Die wesentlichste Inputgröße des Life-Cycle Modells bilden die ÖBB internen Zustandsdaten aller maßgeblichen Anlagen und Gewerke, die zusammen mit einem umfassenden Maßnahmenregime und zugehörigen Interventionszeitplänen in die eigens entwickelten Alterungsmodelle implementiert wurden. Anhand dieser Alterungsmodelle können individuell für alle Anlagen Erhaltungs- und Maßnahmenpläne für den gesamten Prognosezeitraum erstellt werden, die anschließend unter der Vorgabe einer definierten, hohen Streckenverfügbarkeit zusammengeführt werden. Dies erfolgt durch ein optimiertes Bündeln von Interventionen unterschiedlicher Gewerke unter definierten Randbedingungen.

Als Ergebnis dieses Prozesses wurde ein unter den Gesichtspunkten des Streckenzustandes und der Streckenverfügbarkeit  optimierter, gewerke-übergreifender Erhaltungs- und Maßnahmenplan und eine Streckenzustandsprognose 2025 für die Strecke Bruck/Mur - Graz ausgearbeitet und Ende Dezember 2013 bei den Österreichischen Bundesbahnen präsentiert.

Leistungen: Zustandsanalyse; Zustandsbasierte Alterungsmodelle; Maßnahmenableitung; optimierter, gewerke-übergreifender Erhaltungs- und Maßnahmenplan; Zustandsprognose 2025

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