Frank Mettendorff
Kann man Familie, Teilzeit und Führung unter einen Hut bringen? Frank Mettendorff ist ein wahres Beispiel von „You can do it all.“ Als Teilzeitführungskraft leitet er unser Competence Center (CC) Digital Services und treibt intern wie extern Digitalisierung und Automatisierung im Bauwesen voran. Gemeinsam mit seinem interdisziplinären Team sichert er durch Out-of-the-Box-Lösungen die Zukunftsfähigkeit der Branche.
Familienzeit & Daily Kick-Offs
6:00 Uhr früh. Mein Tag beginnt nicht direkt mit Arbeit, sondern mit Familie. Wenn meine Tochter wach wird, gehören die ersten zwei Stunden bewusst ihr, und erst danach mache ich mich auf den Weg ins Büro. Mit meinem Teilzeitmodell kann ich Führungskraft sein und habe trotzdem noch ausreichend Zeit für mein Privatleben. Mein Arbeitstag beginnt somit zwischen 8:00 und 8:30, da ich im Zug schon die wichtigsten Themen durchtelefoniere und im Büro direkt einsteigen kann.
Angekommen geht es dann meistens mit Kick-offs los: kurze Abstimmungen mit meiner Co-Führungskraft, Leadership Loops mit anderen Bereichen oder Gespräche mit neuen Mitarbeiter:innen. Gerade am Morgen nehme ich mir bewusst Zeit dafür, einfach zu hören, wie es den Neuankömmlingen in unserem Team geht, wo Unterstützung gebraucht wird oder was gerade ansteht. Danach geht’s direkt in die Projekte.
Zitat 1
Zusammenarbeit, Digitalisierung und Vernetzung
Ab 9:00 Uhr ist der Kalender auch heute gefüllt. Viele Meetings, intern wie extern. Intern beschäftigen wir uns viel mit Digitalisierungsthemen im gesamten Unternehmen, extern oft mit konkreten Projekten oder Kundenanforderungen. Besonders spannend finde ich die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen im Haus. Ich bin gerne bei Workshops dabei, unterstütze andere Teams oder bekomme Einblicke, woran gerade gearbeitet wird. Genau dieses große Ganze macht für mich den Reiz aus: Digitalisierung macht vor keinem Bereich im Bauwesen halt. Man bekommt in meiner Rolle Einblick in unglaublich viele Disziplinen und erkennt Zusammenhänge, die man sonst oft gar nicht sehen würde.
12:30 Uhr – Zeit für eine Pause. Mittags gehe ich fast immer mit dem Team essen. Dort entstehen oft die besten Gespräche, spontane Ideen oder Verbindungen zwischen Projekten und Fachbereichen. Bei einem Mittagessen vor mittlerweile drei Jahren entstand so zum Beispiel unsere DPU®, welche nun erfolgreich als Digitale Projektumgebung am Markt ist.
Entwicklung, Transformation & ein wenig Fokuszeit
Wenn ich mir keine Fokuszeit blocke, geht der Tag oft nahtlos von Meeting zu Meeting über. Deshalb habe ich mir ab 13:30 Uhr bewusst Zeit für konzentriertes Arbeiten geblockt. Das ist meine Zeit, um strategische Initiativen aufzusetzen oder an einer besonders kniffligen technischen Frage zu tüfteln. Genau diese Arbeit macht mir wahrscheinlich am meisten Spaß.
Bevor ich um 16:00 Uhr den Laptop schließe, gibt es für ein aktuelles Projekt noch einen kurzen Austausch zwischen Hochbauplanung und unserem Bereich. Denn – vor mittlerweile zehn Jahren startete ich ursprünglich im Hochbau mit Fokus Digitalisierung, wechselte vor drei Jahren aber offiziell zu Digital Services und leite nun ein Team aus rund zehn Personen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen. Vom klassischen Softwareentwickler über Maschinenbauer bis hin zu einer Molekularbiologin, die mittlerweile im Development arbeitet – genau diese Vielfalt an Persönlichkeiten ist es, die mich an meinem Team jeden Tag aufs Neue begeistert.
Was mich nach all den Jahren immer noch motiviert? Im Bauwesen gibt es unglaublich viele ungelöste Rätsel. Digitalisierung entwickelt sich schnell, die gesamte Branche wacht zunehmend auf – und genau deshalb gibt es für mich noch jede Menge spannende Puzzleteile, die zusammengefügt werden müssen.